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Diskussion / Vortrag
Montag, 10.06.2013 | 18:00 Uhr

RLS-Regionalbüro Saarland, Vortragssaal, Saarbrücken
Futterstraße 17-19
66111 Saarbrücken

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Was von Marx zu lernen ist:

Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Abbildung: : marx_color_wikipedia

mit Prof. Dr. Egbert Dozekal, Frankfurt/Main

Linke Parteien zählen den Theoretiker des 19. Jahrhunderts, dessen Gedanken einmal die Welt bewegt haben, zu ihrem Traditionsbestand, seine Schriften aber kennen sie nicht mehr. Ihnen genügt die Überzeugung, dass der Kommunist Karl Marx damals – so wie sie heute – die kapitalistische Wirtschaftsweise als „menschenfeindlich“ angeprangert und sich eine schöne bessere neue Welt ausgedacht haben soll. Und er gilt nicht nur ihnen, sondern ganz vielen kritischen Menschen als hellsichtiger Prophet, der die „Globalisierung“ früh vorhergesehen hat – und auch die modernen Finanzkrisen und vielen Arbeitslosen, an denen sich zeige, dass der Kapitalismus „nicht funktioniert“.

Marx selbst hätte sich solche Wertschätzung verbeten. Er sah seine Leistung zuvorderst in dem, was der Untertitel seines theoretischen Hauptwerkes ankündigt: in der wissenschaftlichen "Kritik der politischen Ökonomie" des Kapitalismus. Durch die theoretische Darstellung der kapitalistischen Produktionsweise hat er nicht nur die für die Mehrheit der Bevölkerung zerstörerische und absurde Rationalität des Wirtschafsystems aufs Korn genommen. Indem er im „Kapital“ aufgeschrieben hat, wie der Kapitalismus funktioniert, wollte er praktisch auf die Arbeiterklasse einwirken und sie von der Notwendigkeit überzeugen, die Ursache ihrer Notlage – die  modernen Eigentums- und Ausbeutungsverhältnisse - abzuschaffen.

An dem Kapitalismus, den Marx in der Phase seines Entstehens analysierte und kritisierte, hat sich seit seinen Tagen dies und das, aber nichts Wesentliches geändert. Immer noch ist die Vermehrung des Geldes der beherrschende Zweck, für den gearbeitet wird – und das ist keineswegs ein geschickter Umweg zur besseren Befriedigung der Bedürfnisse; noch immer sind die arbeitenden Menschen Kostenfaktor, also die negative Größe des Betriebszwecks Gewinn; noch immer findet die Entwicklung der Produktivkraft der Arbeit, der größten Quelle des materiellen Reichtums, ausschließlich statt, um Löhne zu sparen und Arbeitskräfte zu entlassen – macht also den Arbeiter ärmer.

Wegen dieser Aktualität, und nur wegen ihr, verdient es der längst verblichene Denker, dass man sich seiner erinnert. Seine Bücher helfen, die ökonomische Wirklichkeit heute zu erklären. Das will der Vortrag anhand von Zitaten aus dem ersten Kapitel von "Das Kapital" Band 1, "Die Ware" demonstrieren. Angeboten werden ungewohnte Gedanken über Gebrauchswert und Tauschwert, konkrete und abstrakte Arbeit, Geld und Nutzen Arbeit und Reichtum – paarweise Bestimmungen, die unsere moderne Welt nicht mehr auseinander halten kann, während sie tatsächlich die härtesten Gegensätze enthalten.

Der Vortrag wird einführen in "Das Kapital" und für eine längerfristige Kapital-Lektüre werben, zu der sich gerade ein für alle Interessierte offener Lesekreis bildet.

In Kooperation mit dem Lesekreis Wirtschaft und Politik.

Kontakt

Peter Imandt Gesellschaft, RLS im Saarland
Futterstr. 17-19
66111 Saarbrücken

Telefon: 0681 5953892
Fax: 0681 5953893
E-Mail: imandt@web.de

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Kontakt Lesekreis: analyseundkritik@gmx.net


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